28. Juli 2026
Sonnenstrom auf der Überholspur: IEA sieht Photovoltaik 2026 vor der Windkraft

Die Internationale Energieagentur rechnet damit, dass erneuerbare Energien weltweit bereits 2026 mehr Strom liefern als Kohlekraftwerke. Treiber dieser Entwicklung ist vor allem die Photovoltaik: Sie soll im kommenden Jahr die Windenergie überholen und sich hinter der Wasserkraft als zweitwichtigste erneuerbare Stromquelle etablieren. Die Prognose sieht für die weltweite Solarstromerzeugung einen Zuwachs von rund 600 Terawattstunden – ein Tempo, das den Rekordzuwachs des laufenden Jahres wiederholen und sich 2027 fortsetzen würde.
Gleichzeitig steigt der globale Strombedarf spürbar: Die IEA erwartet für 2026 ein Wachstum von 3,6 Prozent, im Jahr darauf sogar 3,8 Prozent. Angetrieben wird dieser Mehrbedarf durch Industrie, Klimaanlagen, Elektrofahrzeuge, Rechenzentren und die zunehmende Verbreitung elektrischer Geräte. Besonders kräftig legt die Nachfrage in China und Indien zu, während sie in den USA und der EU moderater, aber ebenfalls spürbar wächst.
Interessant ist der Kontext: Störungen bei den weltweiten Erdgaslieferketten haben die Gaspreise zuletzt auf das höchste Niveau seit der Energiekrise 2022/2023 getrieben, was in manchen Ländern zu mehr Kohlestromnutzung führte. Der parallele Ausbau von Sonnen- und Windenergie half jedoch, die Stromversorgung breiter abzusichern und die Folgen dieser Gaskrise abzufedern – ein Argument, das auch für die Energiewende in Österreich und den Ausbau lokaler Erzeugungsgemeinschaften relevant bleibt.
Bild: KI-generiert
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